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Kurze Antwort: Der 1. Advent 2026 fällt auf Sonntag, den 29. November 2026. Die Adventszeit dauert bis Heiligabend am 24. Dezember — in diesem Jahr ein Donnerstag.
Aber der Advent ist mehr als ein Countdown. Das Wort kommt vom lateinischen adventus — Ankunft — und meint vier Wochen, in denen Christen sich auf das Kommen Jesu vorbereiten: auf das Kind in der Krippe, und auf den, der wiederkommen wird.
Hier sind alle Termine im Überblick, die Bedeutung der vier Sonntage — und ein paar Wege, wie die Adventszeit mehr wird als die vollste Zeit des Jahres.
Die Adventssonntage 2026 im Überblick
| Sonntag | Datum |
|---|---|
| 1. Advent | 29. November 2026 |
| 2. Advent | 6. Dezember 2026 |
| 3. Advent | 13. Dezember 2026 |
| 4. Advent | 20. Dezember 2026 |
| Heiligabend | Donnerstag, 24. Dezember 2026 |
Das erste Adventswochenende 2026 fällt damit auf den 28. und 29. November. Zum Vormerken: Der 1. Advent 2027 fällt auf den 28. November 2027.
Warum das Datum jedes Jahr wandert
Die Regel ist einfacher, als sie wirkt: Der 4. Advent ist immer der Sonntag vor dem 25. Dezember, und von dort zählt man drei Sonntage zurück. Deshalb kann der 1. Advent auf jedes Datum zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember fallen.
Eine Besonderheit, die viele überrascht: Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Silvester der Kirche ist also Ende November — das Jahr des Glaubens fängt mit dem Warten an. Ein Wort über das ganze kommende Jahr geben auch die Herrnhuter Losungen 2026 mit ihrer Jahreslosung.
Was der Advent bedeutet
Advent heißt Ankunft, und gemeint ist eine doppelte: Die Christenheit erinnert sich an das erste Kommen Jesu in Bethlehem und richtet sich zugleich auf sein verheißenes Wiederkommen aus.
Darum ist der Advent im Ursprung eine stille, wartende Zeit — früher sogar eine Fastenzeit, das Gegenstück zur Passionszeit vor Ostern. Die Propheten geben ihr die Sprache: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht” (Jesaja 9,1).
Warten, Umkehr, Hoffnung auf Licht in der Dunkelheit — das ist der Kern, über den Jahrhunderte hinweg. Der Terminstress kam später dazu.
Die vier Sonntage und ihre Themen
Jede Kerze am Adventskranz trägt traditionell ein eigenes Thema:
- 1. Advent — Hoffnung. Der Blick nach vorn: „Siehe, dein König kommt zu dir” (Sacharja 9,9). Vielerorts das Evangelium vom Einzug in Jerusalem.
- 2. Advent — Frieden. Der Rufer in der Wüste: „Bereitet dem HERRN den Weg” (Jesaja 40,3).
- 3. Advent — Freude. Der Sonntag Gaudete („Freuet euch!”) — darum ist die dritte Kerze auf manchen Kränzen rosa statt violett.
- 4. Advent — Liebe. Maria und die Verheißung: „Mir geschehe, wie du gesagt hast” (Lukas 1,38).
Der Adventskranz selbst ist übrigens jung und evangelisch: Johann Hinrich Wichern erfand ihn 1839 im Rauhen Haus, einem Hamburger Kinderheim — ein Wagenrad mit einer Kerze für jeden Tag.
Die Adventszeit geistlich gestalten
Vier Wochen Warten wollen gefüllt werden — und Dezember-Kalender füllen sich erfahrungsgemäß von selbst, nur nicht mit Stille. Was hilft:
- Ein fester Moment pro Tag. Fünf Minuten mit Vers und Gebet, immer zur selben Zeit — klein genug, um den Dezember zu überleben. (Wie solche Anker tragen, zeigt Gott näher kommen.)
- Ein Prophetenbuch als Begleiter. Jesaja ist das klassische Adventsbuch; die Kapitel 9, 11 und 40 tragen durch alle vier Wochen.
- Sonntage als Ankerpunkte. Zu jedem Adventssonntag eine kleine Andacht mit dem Wochenthema — unsere Adventsandachten liefern fertige Vorlagen für alle vier Kerzen.
- Den Abend zurückerobern. Gerade im Dezember lohnt es sich, den Tag ruhig zu beenden statt im Erledigungsmodus — die Psalmen für den Schlaf sind dafür gemacht.
Für den täglichen Rhythmus bringt die Still App die Adventszeit ins Ohr: jeden Tag eine kurze Andacht, jeden Abend ein Gebet — auf Deutsch gesprochen, von der ersten Kerze bis Heiligabend. Lade Still im App Store herunter.
Bibelverse für den Advent
Jesaja 9,1: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht.”
Jesaja 40,3: „Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg.”
Sacharja 9,9: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr… Siehe, dein König kommt zu dir.”
Psalm 24,7: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!”
Johannes 1,5: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.”
Häufige Fragen
Wann ist der erste Advent 2026? Am Sonntag, dem 29. November 2026. Die weiteren Adventssonntage folgen am 6., 13. und 20. Dezember.
Wann beginnt die Adventszeit 2026? Mit dem 1. Advent am 29. November 2026; sie endet an Heiligabend, Donnerstag, dem 24. Dezember 2026.
Wann ist das erste Adventswochenende 2026? Am 28. und 29. November 2026. Der Samstag vor dem 1. Advent ist der 28. November, der 1. Advent selbst der Sonntag, 29. November.
Warum gibt es vier Adventssonntage? Die Zahl geht auf alte Ordnungen der Kirche zurück; Papst Gregor der Große prägte die vier Sonntage als Sinnbild — oft gedeutet auf die vier Jahrtausende des Wartens auf den Messias. Fest ist: Der 4. Advent liegt immer unmittelbar vor Weihnachten.
Ist der Advent eine Fastenzeit? Ursprünglich ja — eine stille Bußzeit wie vor Ostern. Heute ist das Fasten keine Pflicht mehr, aber der Grundgedanke bleibt: eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung, nicht nur des Feierns.
Fazit: Warten mit Richtung
Der Advent beginnt am 29. November 2026 — aber worauf er zielt, hat kein Datum: Ankunft. Gott macht sich auf den Weg zu uns.
Eine Kerze, ein Vers, ein kurzes Gebet — mehr braucht es nicht, damit das Warten dieses Jahr eine Richtung hat. Für die Sonntage findest du hier unsere Adventsandachten, und für die Festtage die Weihnachtsgebete.
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